Groß­de­mos in Fürth und Nürn­berg am 29. Mai nach bru­ta­lem Na­zi­über­griff

Am 28. April wurde im U-​Bahn­hof Plär­rer ein 17-​jäh­ri­ger von einem Nazi halb tot ge­prü­gelt. Der An­ge­grif­fe­ne muss­te mehr­fach wie­der­be­lebt wer­den und wurde auf der In­ten­siv­sta­ti­on in ein künst­li­ches Koma ver­setzt, aus dem er erst nach meh­re­ren Tagen er­wach­te.

Der Täter ist der für seine Bru­ta­li­tät be­kann­te Für­ther Neo­na­zi Peter Rausch, der zu­nächst vom Tat­ort ge­flüch­tet war, sich aber einen Tag spä­ter den Be­hör­den stell­te. Er ist dem so­ge­nann­ten „Frei­en Netz Süd“ zu­zu­ord­nen, einem Zu­sam­men­schluss be­ken­nen­der Na­tio­nal­so­zia­lis­ten. Wie an­de­re Nazis aus dem Um­feld des „Frei­en Netz Süd“ hat auch der Täter be­reits in der Ver­gan­gen­heit Na­zi­geg­ne­rIn­nen an­ge­grif­fen.

Die Po­li­zei ver­hielt sich, wie auch in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten, skan­da­lös. Zu­nächst wurde ver­sucht, den rech­ten Tathin­ter­grund zu ver­tu­schen, dann wurde die Tat ver­harm­lost und re­la­ti­viert. Seit Mo­na­ten wei­sen Ge­werk­schaf­te­rIn­nen und An­ti­fa­schis­tIn­nen in Fürth dar­auf hin, dass sich in der Stadt eine äu­ßerst ge­walt­tä­ti­ge Na­zi­sze­ne breit­macht. Ziel der zahl­rei­chen fa­schis­ti­schen An­grif­fe sind Men­schen, die nicht in das ver­que­re Welt­bild der Nazis pas­sen. Auch die An­schlä­ge auf Woh­nun­gen und Fahr­zeu­ge von An­ti­fa­schis­tIn­nen, auf ge­werk­schaft­li­che Ein­rich­tun­gen und Stadt­teil­lä­den wer­den häu­fi­ger.

Nach­dem schon am 8. Mai in Nürn­berg knapp 1500 Men­schen gegen rech­te Ge­walt auf die Stra­ße gin­gen, ruft das So­li-​Ko­mi­tee gegen Rechts zu Groß­de­mons­tra­tio­nen am 29. Mai in Fürth und Nürn­berg auf. Das An­ti­fa­schist­sche Ak­ti­ons­bünd­nis Nürn­berg mo­bi­li­siert unter dem Motto „Fight Back! Na­zi­struk­tu­ren an­grei­fen! FNS zer­schla­gen!“ zu einem kämp­fe­ri­schen An­ti­fa-​Block auf der Dop­pel-​De­mons­tra­ti­on.

Sams­tag 29. Mai:
erst 12:00 Uhr Fürth, Haupt­bahn­hof
dann 14:00 Uhr Nürn­berg, Plär­rer

Flüchtlingsdemo in Augsburg!

Am kommenden Samstag, den 24. April wird in Augsburg eine Demonstration unter dem Motto „Movement for equal and human rights – abolishment of the lager!“ stattfinden. Wie dem Titel zu entnehmen ist, handelt es sich bei dieser Aktion um öffentlichkeitswirksame Unterstützung der Flüchtlinge und Asylbewerber. Wir berichteten in einem unserer älteren Artikel über die Zustände in bayerischen Flüchtlingslagern und die Forderungen der Flüchtlinge. Nun werden wir am Wochenende auf die Straße gehen, um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen und ein sichtbares Zeichen des Widerstands gegen die bayerische Flüchtlingspolitik zu zeigen. Die konkreten Forderungen der Flüchtlinge sind:

- Bargeld statt Essenspakete
- Das Recht der Bewegungsfreiheit auch außerhalb des Landkreises, dem sie zugewiesen wurden (dies ist inzwischen von der bayerischen Regierung insofern gelockert worden, dass sich Flüchtlinge nun im jeweiligen Regierungsbezirk bewegen dürfen)
- Das Recht auf freie Wahl der Unterbringung
- Das Recht sich unabhängig von restriktiv vergebenen Arbeitserlaubnissen Arbeit suchen zu dürfen
- Einen respektvollen Umgang der deutschen Behörden mit den hier lebenden MigrantInnen

Aus diesen Gründen werden die Augsburger Stadträte durch unsere Demo noch einmal nachdrücklich aufgefordert, in einer parteiübergreifenden Resolution von der Regierung die Schließung der menschenunwürdigen Lager in Augsburg zu verlangen und entschieden eine private Wohnungsnahme aller Flüchtlinge zu unterstützen. Wir werden nochmals auf die prekäre Situation der Flüchtlinge – speziell in Augsburg und generell in Bayern – aufmerksam machen: Sowohl die rechtliche Lage, die darauf ausgelegt ist, den Einwanderern das Leben so schwer wie möglich zu machen, um sie zur „freiwilligen“ Ausreise zu bewegen, als auch die damit verbundene Unterbringung in Lagern, die desaströs ist, ist öffentlich zu kritisieren.

Dies soll nur einen kleinen eigenen Aufruf von unserer Seite darstellen, die ausführlicheren Erklärungen findet ihr auf der Seite des friedlichen und solidarischen Augsburg

Wir wollen mit unserem Protest die Situation der Flüchtlinge verbessern und hoffen natürlich auf rege Teilnahme an der Demo.
Datum: 24.04.
Ort: Königsplatz, Augsburg
Uhrzeit: 12 Uhr
Kommt zahlreich und verbreitet diesen Aufruf weiter!

Pfingstkongress 2010 – nicht ohne uns

Der Pfingstkongress des Coburger Convents rückt näher. Vom 21. bis 25. Mai treffen sich wieder tausende Landsmannschafter, Turnerschafter und Burschen in Coburg, um den alljährlichen Pfingstkongress des CC zu begehen. Auch wir sind dieses Jahr wieder mit Protestaktionen dabei. Es wird eine Demo und diverse Kungebungen geben. Außerdem soll sich auch sonst einiges tun. Konzerte, Infoveranstaltungen und überhaupt eine Menge an Programm sind in der Mache. Der Widerstand ist gut aufegstellt für einen breiten Protest und freut sich darauf, dem CC zu zeigen was ’ne linke ist! Und wir freuen uns auf euch, wenn es wieder soweit ist. Zu pfingsten gilt:

Heraus gegen den Coburger Convent!

Gedanken zum Naziaufmarsch in Augsburg

Am 27. Februar marschierten Nazis anlässlich ihres 5. „Trauermarschs“ durch die Augsburger Innenstadt. Ihr Demonstrationszug verspätete sich ca. zweieinhalb Stunden, sodass der Marsch der Nazis erst um 14:30 Uhr statt wie geplant bereits um 12 Uhr startete. Ihr Weg führte vom Jakobertor zum Karlsberg, anschließend zum Stadttheater und zum Prinzregentenplatz, wo sie jeweils eine Kundgebung durchführten. Zwischen 16:30 und 17 Uhr fand sich der Demonstrationszug am Hauptbahnhof ein, wo die Nazis schließlich nach Hause fuhren.
Allgemein hielten sich Gegenaktivitäten in einem sehr begrenzten Rahmen. Aufgrund der fehlenden Mobilisierung außerhalb Augsburgs fanden sich sehr wenige bis schlicht gar keine organisierten auswärtigen Antifas in Schwabens Hauptstadt ein. Die Zahl der Nazis, die hauptsächlich aus dem Münchner und Ulmer Raum kamen, belief sich auf ca. 100-130. Demgegenüber standen maximal 200 Antifas (davon maximal 50 Organisierte) und eine größere Masse an sogenannten „Bürgern“. Begleitet wurde der alljährliche Marsch von einem standardmäßig immensen Polizeiaufgebot. Offiziell hieß es, dass 6 Hundertschaften aus ganz Bayern zusammengezogen wurden. Dazu kam noch mindestens eine auswärtige BFE-Einheit aus Baden-Württemberg und ein Hubschrauber, der zeitweise die Innenstadt überflog. Anders als bei vorhergegangenen Nazidemonstrationen wurde diesmal die gesamte Strecke abgegittert. Bereits um 9 Uhr war freie Bewegung in der Jakobervorstadt praktisch nicht mehr möglich, Passanten wurden nach ihrem Personalausweis gefragt, wenn sie an Polizeiabsperrungen vorbei wollten. Alles in allem also typisch bayerische Verhältnisse.
Bürgerliche Kundgebungen waren fast in der gesamten Innenstadt zu finden (fernab der Naziroute, um die Nazis auch ja nicht zu sehr zu stören). Die Größte fand auf dem Rathausplatz statt, wo diverse Bands spielten, Familien Bratwurst essen konnten und Parteien Infostände abhielten. Am Elias-Holl-Platz gab es eine Kundgebung von organisierten Migranten, an der Blauen Kappe eine Gedenkveranstaltung.
Die Neonazis konnten ohne jegliche Blockade ihren Marsch durchziehen, lediglich bei Kundgebungen konnte eine größere Menge von Gegendemonstranten ihren Unmut direkt an die Faschisten richten. Der Aufzug der Faschisten war ein Trauermarsch, deshalb wurden keine rechten Parolen gerufen.
Militantere Aktionen gab es aufgrund der wenigen entschlossenen Menschen nicht. Gerüchten zufolge sollen am Bahnhof ein paar Nazis angegriffen worden sein und in der Jakobervorstadt soll angeblich etwas gebrannt haben. Aktionen, die im Ansatz wohl als positiv erscheinen, den Naziaufmarsch haben sie leider nicht verhindert.
Weiter anzumerken ist, dass die EA-Nummer, die beim sporadischen Treffpunkt am Bahnhof ausgegeben wurde, schlicht nicht funktionierte, was bei rund 25 festgesetzten linken Demonstranten ein enormes Problem darstellte. Offiziell sprach die Polizei von 16 linken und 2 rechten gefangengenommenen Demonstranten.
Die nicht vorhandene Organisation von Gegenaktivitäten im voraus rächte sich insofern, als dass der Nazizug problemlos durch die Innenstadt ziehen konnte.
Im Gesamten war der Tag ein Reinfall für beide Seiten: Die Demonstration der Nazis war nicht so groß wie befürchtet, höchstens 130 Rechte waren im Gegensatz zum vorherigen Jahr, als mindestens 250 Nazis durch Augsburg zogen, mengenmäßig gesehen doch recht wenig.
Die relativ geringe Anzahl der Neonazis können wir jedoch keinesfalls als Erfolg werten, zum einen waren organisierte Gegenaktivitäten äußerst marginal, Antifas irrten recht ziel- und planlos durch die Innenstadt und letztlich wurde der Zug der Nazis nicht nennenswert gestört.
Die einzige Seite, die ihren Spaß an den politischen Aktivitäten hatte, war an diesem Tag wohl die Polizei; Vor allem am Abschluss der Demonstration am Hbf kam es zu regelrechten Jagdszenen unserer geliebten Unterstützungseinheit (USK) auf einzelne Demonstranten. Hunde kamen dann wohl auch zum Einsatz, uns ist aber nichts von etwaigen Verletzten zu Ohren gekommen. Bereits vor dem Ende des Nazitrauermarschs, wurde der Bahnhof von der Polizei abgesperrt. Im Nachhinein soll noch ein Naziauto aus Unterfranken angegriffen worden sein, was das USK als Vorwand nahm, nochmals rund 15 Antifas, die sich in der Nähe befanden, wegzuknasten.
Es bleibt festzuhalten, dass sich bis zum nächsten Naziaufmarsch in Augsburg einiges ändern muss, wenn ein Naziaufzug zumindest wieder einmal effektiv gestört werden soll. Ein Polizeiaufgebot, was höchstwahrscheinlich von der Menge her größer als Nazis und Gegendemonstranten war, ist zwar ein extremes Hindernis, einen Aufmarsch zu behindern, jedoch kann dies allein nicht als alleiniger Grund für die unorganisierten – und damit erfolglosen – Gegenaktivitäten gelten.
An dieser Stelle möchten wir anmerken, dass die Gründe für das „Versagen der Augsburger Antifa“ – wie es sinngemäß auf indymedia steht – jedoch nicht allein bei uns zu suchen sind: Uns ist klar, dass Mobilisierung und Organisation marginal bis gar nicht vorhanden waren und dies ist ein negativer Aspekt, der eindeutig Augsburger Gruppierungen zuzuschreiben ist. Dem sei anzumerken, dass es in den vorhergegangenen Jahren zum Teil immense Anstrengungen gegeben hat, diesen alljährlich wiederkehrenden braunen Marsch zu stoppen, diese aber nicht von Erfolg gekrönt waren. Trotz überregionaler Mobilisierung konnten sich organisierte Menschen aus anderen Städten nicht aufraffen, die Augsburger GenossInnen zu unterstützen. Alles, was wir hier in Augsburg von anderen Städten erwarten können, scheint destruktive Kritik über ein
drittes Medium – nämlich Indymedia – zu sein. Wir können verstehen, dass es diesmal für Auswärtige furchtbar war, in Augsburg zu verweilen, da nicht einmal die Minimal-Struktur (EA) funktionierte. Jedoch waren bei den vergangenen Naziaufmärschen auch unwesentlich mehr Antifas aus anderen Regionen vor Ort.
Es bleibt für uns festzuhalten, dass dieser Tag nicht sonderlich erfolgreich war, weder für rechte noch für linke Demonstranten, wir hoffen aber, dass das nächste Mal wieder einigermaßen erfolgreicher für die „linke Szene“ wird. Dafür müssen wir aber alle unseren Arsch hoch kriegen, nach Augsburg zu kommen und „Action und Riot“ zu konsumieren läuft nun mal nicht. Mit ein Paar wirklich Organisierten mehr, wäre sowohl dieses Jahr, als auch die Jahre davor deutlich mehr gegangen. Aber vielleicht rüttelt dieser Total-flop unsere lieben Großstadtantifas und auch alle anderen von außerhalb mal wach, damit diese auch mal mehr von Augsburg sehen, als den Bahnhof beim durchfahren.
In diesem Sinne:
Solidarität muss praktisch werden!

geschrieben vom AKAUA

Solikonzi für den Aufbau selbstverwalteter Strukturen

Am 05.03. wird im Rainbow in Immenstadt ein Solikonzi stattfinden.

Ursprünglich geplant war, das Geld, welches dabei ‚rum kommt, der
berliner Wir-bleiben-alle-Kampagne (WBA) zukommen zu lassen.
Nachdem wir aber erfahren haben, dass die Berliner_innen finanziell
wieder gut da stehen, kam die Idee auf, eine eigene Freiraumkampagne
zum Aufbau selbstorganisierter Strukturen hier im Allgäu zu starten.
Die Kampagne soll sich an der Organisation von WBA orientieren.
Vorbereitet wird diese von (Teilen) der Antifa Allgäu , welche sich
dann (als Gruppe) aus dem Prozess zurück zieht.

Den Startschuss unterstützen werden Kurzer Prozess aus Nürnberg.
Black Sunday aus Buchloe, Malatesta und Per Capita aus
München werden ihren Crust in die Menge werfen.

Für interessierte wird es ebenfalls einen Vortrag zu
Selbstorganisation am Beispiel der WBA-Kampagne mit anschließender
Diskussionsrunde geben.

Das Ganze wird um 19:30 los gehen und nach Selbsteinschätzung
zwischen 4 und 7 Euro kosten.

Alle Jahre wieder…

…kommt das Nazipack nach Augsburg. Und alle Jahre wieder gehen wir auf die Straße um ihnen das Leben so unangenehm wie nur irgendwie möglich zu machen. Da mensch die augsburger Nazis zur Zeit nur recht selten zu Gesicht bekommt, sollten wir alle die Gelegenheit nutzen unseren Kameraden mal wieder zu zeigen wo der Hammer hängt. Anlass ist der gleiche wie jedes Jahr, die Bombardierung Augsburgs im Februar 1944. Wir könnten jetzt den gleichen Text nochmal schreiben, der jedes Jahr an dieser stelle steht, aber wir sind der Meinung, dass langsam alle wissen müssten worum es geht. Wenn doch noch das Bedürfnis nach mehr Information besteht, schreibt uns einfach an. Weitere Infos über Treffpunkte und Uhrzeiten folgen noch.
Damit ist alles gesagt, wir freuen uns darauf euch am 27. Februar in Augsburg bei den Gegenaktivitäten, welcher Art auch immer, zu sehen, wer nicht kommt ist selber schuld

Aufruf von akaua

Die Krise beenden: Kapitalismus abschaffen!


Die Interessen der Mehrheit durchsetzen!
Den vorhanden Reichtum vergesellschaften!

DEMONSTRATION
Sa., 06. März’10 | 14.00 Uhr | Lorenzkirche, Nürnberg

Ein Jahr nach dem Ausbruch der großen Krise des kapitalistischen Wirtschaftssystems, zeigen sich die Verantwortlichen aus der Politik und den Chefetagen der Banken und Konzerne heute öffentlich zufrieden und optimistisch. Das Finanzsystem scheint vorerst gerettet und ein Aufschwung, der mehr Profit in die Kassen des Kapitals spülen wird, greifbar.

Während nicht wenige der Propaganda auf den Leim gehen, aufatmen und hoffen, ihr Auskommen und ihre geringen Ersparnisse seien damit nun wieder sicher, hat die Krise für uns alle gerade erst begonnen …

Baden wir ihre Krise nicht aus – Verteidigen wir unsere Interessen – Organisieren wir uns in den Betrieben, Schulen, Stadtteilen und Bildungseinrichtungen – Klassenkampf jetzt!
Akzeptieren wir nicht länger die Sachzwänge der kapitalistischen Wirtschaftsweise – Ihre Interessen sind nicht unsere – Kämpft mit uns für eine gesellschaftliche Wende – Kämpft mit uns für die Überwindung der unsozialen kapitalistischen Ordnung.

Es lebe die soziale Revolution!

mehr Infos

Jede Räumung hat ihren Preis – Liebig 14 verteidigen!

Die Liebig 14, eines der letzten ehemals besetzten politischen Wohn- und Kulturprojekte in Berlin, steht kurz vor der Räumung. Seit dem 13. November liegen für alle Einzelmietverträge des Hauses Räumungstitel vor.
Seit der Besetzung 1990 ist die Liebig 14 Teil autonomer Infrastruktur in Berlin. 1992 erlangte das Hausprojekt durch die Wohnungsbaugesellschaft Friedrichshain (WBF) Verträge. 1999 wurde das Haus schließlich an die privaten Investoren der LiLa GbR verkauft. Offizielle Eigentümer sind somit die beiden Gesellschafter Edwin Thöne und Suitbert Beulker, welche seit Jahren versuchen die Bewohner_innen mit skurrilen, teils illegalen Maßnahmen loszuwerden. Schließlich wurden die Zwischentür sowie Mietminderungen Gegenstand endloser Gerichtsverfahren. Letztendlich wurden so Räumungstitel erwirkt. Einer polizeilichen Räumung des Projekts steht somit nichts mehr im Wege – außer wir!
Die Räumung unkommerzieller Projekte ist mit eine Folge des stattfindenden neoliberalen Aufwertungsprozesses in den Städten. Jedoch ist dies ein gesamtgesellschaftliches Problem: Wohnraum wird teurer, Menschen werden auf die Straße gesetzt und ausgegrenzt. Möglichkeiten Freizeit selbstbestimmt zu gestalten werden weniger, selbstorganisierte Strukturen und unkommerzielle Kulturangebote verschwinden mehr und mehr, während berlinweit diverse soziale Projekte finanziell gekürzt werden. Gleichzeitig nimmt die Überwachung und Kontrolle des öffentlichen Raums immer weiter zu.
Aus linksradikaler Sicht fällt die Liebig 14 unter die Definition eines „Freiraums“ innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft. Auch wenn – selbstkritisch betrachtet – manche Ansprüche nicht immer erfüllt werden, so bieten sie trotzdem Raum, das Leben bestmöglich jenseits gesellschaftlicher Unterdrückungsmechanismen zu gestalten. Doch geht es nicht darum eine eigene kleine Welt aufzubauen sondern auch Orte zu schaffen in denen Widerstand gegen herrschende Verhältnisse organisiert werden kann. Da dies den staatlichen Behörden ein Dorn im Auge ist, kommt es immer wieder zu Repression. Am 16.11.2009 stürmten 150 Bullen die Projekte Liebig 14 und 34 zu einer Razzia. Nur eine Woche später wurde das Wohnprojekt in der Brunnenstr. 183 von 600 Bullen gewaltsam geräumt.
Die drohende Räumung der Liebig 14 ist ein Angriff auf uns alle, und wir haben nicht vor, dies ohne weiteres hinzunehmen. Um eine Räumung zu verhindern, werden wir die Infrastruktur (Ticker, Infotelefon, Infopunkt, etc.) stellen – Aktionen sollen von allen kommen. Um den Verantwortlichen der Politik und Justiz klar zu machen dass eine Räumung eine verdammt teure Sache sein kann wollen wir am dezentralen Konzept festhalten. Da wir uns bewusst darüber sind, dass wir bei einer Räumung einer technisch überlegenen Staatsmacht gegenüberstehen und es für fast unmöglich halten, die Bullen direkt am Haus aufzuhalten sehen wir uns dazu gezwungen auszuweichen und uns stattdessen auf andere, dezentrale Angriffspunkte konzentrieren. Wir denken, dass es richtig ist die konkreten Verhältnisse, die Menschen ausgrenzen und unterdrücken nicht nur zu kritisieren, sondern auch anzugreifen.

Jede Räumung hat ihren Preis – wir bestimmen welchen!
Kapitalismus abschaffen!
Wir bleiben Alle!

Gegen das Ulrichsberggedenktreffen

Gegen das Ulrichsberggedenktreffen
Vom 18. bis 20. September wollten sich wie jedes Jahr wieder hunderte alte und neue Nazis auf dem Ulrichsberg bei Klagenfurt in Kärnten treffen. Diesmal ließen sie jedoch ihr Vorhaben zunächst ins Wasser fallen, es wird erwartet, dass sie die gruslige Veranstaltung im November nachholen. Die geplanten AntifaDays werden jedoch wie geplant stattfinden. Alles weitere findet ihr auf der Antifa-Internetseite.






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